
Das Gemälde „Ave Maria nach der Schlacht am Bergisel“ des Malers Albin Egger-Lienz wechselte gestern um ca. 140.000 Euro in London bei einer Versteigerung durch Sotheby`s den Eigentümer . Zeitlebens war der in Osttirol geborenen Egger-Lienz eng mit unserer Südtiroler Heimat verbunden. Die Mehrzahl seiner Werke schuf er in St. Justina am Ritten in der Nähe von Bozen. Hier holte ihn auch der Herrgott heim in sein Himmlisches Reich.
Die Gemälde des der Wiener Secession zugehörenden Künstlers bestechen durch die heimatverbundenen Sujets, die eine Absage an den aufkommenden Geist der Dekadenz zum Ausdruck brachten (und bringen). Die Biografie Egger-Lienz zeugt von abwechslungsreichen Jahren. Er lebte in verschiedenen Städten Europas, kämpfte als Tiroler Standschütze im Ersten Weltkrieg und schlug einen Ruf an die Akademie für Bildende Künste in Wien aus.
Werke des Malers sind heute unter anderem im Leopoldmuseum zu Wien zu bewundern. Gemälde des Meisters finden sich auch noch in manchen Südtiroler Stuben. Also aufgemerkt: Wer Kies braucht, einen Egger-Lienz daheim hängen hat, sollte sich an Hassfurther, Palais Kinsky usw. wenden.
Bei dem Artikelbild handelt es sich um „das Kreuz“. Das versteigerte Gemälde kann man unter folgender Adresse finden: http://catalogue.sothebys.com/events/L09663
P.S. Ein weiterer sehr beeindruckender Vertreter der Wiener Secession: Herbert Boeckl. Hier seine Version vom Motiv „Leda und der Schwan“:

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Es ist Zeit sich bei einem Mann zu bedanken, der sich immer bescheiden im Hintergrund haltend, sehr verdient um den höchst zufrieden stellenden Status Quo in Südtirol gemacht hat: Dr. Toni Ebner.
In seinem heutigen Leitartikel streicht Dr. Ebner, in Zusammenhang mit der Paket-Erfolgsgeschichte unserer Volkspartei, sehr treffend die Verdienste der Partei der Südtiroler hervor, um gleichzeitig von den Hetzern am linken und rechten Rand bei den Splitterparteien aller Volksgruppen, zu warnen. Die Warnung vor den radikalen Kleinstparteien hat auch mich zum Nachdenken gebracht. Es ist beeindruckend, wie mit kleinstem Aufwand und konzertierten Aktionen es möglich wird vernachlässigbare Probleme und – zugegeben teilweise existierenden – Missstände zu Katastrophen und Skandalen hochzustilisieren. Man muss dem Mann dankbar sein, dass er uns Südtiroler aller Volksgruppen darauf aufmerksam macht die rhetorischen Tricks und populistischen Übertreibungen der ewig Unzufriedenen kritisch zu beleuchten.
Es wird ein um das andere mal deutlich, dass sich ein kritischer Geist, der die Erfolgsgeschichte der Vergangenheit im Kopf hat und den gegenwärtigen (im weltweiten Vergleich) bestmöglichen Status Quo erkennt nur in eine Richtung orientieren kann. Beeindruckend finde ich, dass sich nach einem relativ kurzen Durchhänger der Volkspartei der Wind wieder zu drehen scheint. Die Leute – es mag auch an diesem bedeutenden Jubiläum für Südtirol liegen – begeistern sich wieder für die Politik des vernünftigen Pragmatismus.
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